Schön langsam kommt Bewegung in den Bereich der
e-Mobilität - jetzt präsentierte Smart
zusammen mit der Linz AG
die Serienversion des Fortwo Electric Drive in
Oberösterreich.
Als Nicolas Hayek damals das "Swatch-Auto" erdachte, war für
ihn klar, dass dieses Auto irgendwann auch alternativ betrieben
werden muss. Aus dem Swatch-Auto wurde der Smart - die
Geschichte kennen wir - und jetzt ein halbes Jahr nach Hajeks
Tod gibt´s den e-Smart auch in Östereich. Wir waren jetzt
dabei, als die Linz AG ihren Smart Electric Drive in den
Fuhrpark übernommen hat und durften eine kleine Runde damit
drehen.
Ganz ehrlich - in welches andere Fahrzeug passt ein
Elektromotor besser, als in einen Smart Fortwo?
Die zweite Generation Smart Fortwo Electric Drive wird seit
Ende 2009 im französischen Hambach in Kleinserie produziert. Im
Gegensatz zu seinem Vorgänger ist das neue Modell mit einer
hoch effizienten Lithiumionen-Batterie ausgerüstet. Sie ist
Platz sparend zwischen den Achsen untergebracht, so dass das
geniale Raumangebot des Zweisitzers vollständig erhalten
bleibt.
Im Heck werkt ein 30 kW-Elektromotor.
Der Smart Fortwo Electric Drive kann an jeder
Haushaltssteckdose geladen werden. Das dauert für eine
Vollladung rund acht Stunden. Die komplette Batterieladung
reicht dann für eine Reichweite von rund 135 Kilometern. Das
hört sich nicht allzu mächtig an, aber wie sich schön langsam
herauskristallisiert steht die Reichweite gerade bei derartigen
City-Flitzern nicht unbedingt an erster Stelle.
Fährt sich total Smart.
Beim Einsteigen finden sich nur wenige Hinweise auf die
Antriebsart. Die E-Version glänzt mit Smart-typisch feiner
Verarbeitung und einfacher Bedienung. Gestartet wird per
Schlüsseldreh - natürlich komplett geräuschlos. Fahrthebel auf
D und los gehts. Jetzt das erste Aha-Erlebnis - die viel
gescholtenen Schaltrucke sind weg. Klar, es gibt nur einen
Vorwärts- und einen Rückwärtsgang.
Unspektakuläre Fortbewegung.
Die 120 Newtonmeter Drehmoment lassen geschmeidiges Fahren zu,
stehen sie doch vom Start weg zur Verfügung. Beschleunigung und
Durchzug sind ordentlich (0 auf 60 km/h in 6,5 Sekunden) -
richtig druckvoll wirds allerdings nie - 30 kW sind halt auch
nur 40 PS. Für das City-Leben langts aber allemal. Da spielt
der Smart natürlich dann auch noch seine angeborenen Stärken
als Kleinstfahrzeug aus. Wie sich der Elektro-Smart im
wirklichen Leben schlägt, wird ein ausführlicher
e-Fahrfreude-Test in Kürze zeigen.
Smart Fortwo Electric Drive in Kleinserie derzeit nur
leasbar.
700 Euro pro Monat sollte der zukünftige Smart-Fahrer
verfügbar haben - und das auf 48 Monate. Ab 2012 gehts dann so
richtig in Großserie los, dann wird der Elektro-Smart für jeden
Interessenten in den Schauräumen der Smart-Center verfügbar
sein. Wieviel der Elektrospaß dann kostet, ist noch offen.
Stichwort LINZ AG:
In der oberösterreichischen Hauptstadt sorgt die Linz
AG dafür, dass e-Mobilität auch lebbar wird.
196 Ladespots verteilt auf 36 Standorte hat die Linz AG
derzeit im Stadtgebiet in Betrieb. Derzeit wird großteils mit
230 Volt geladen, teilweise verfügen die Ladesäulen der Linz AG
aber schon über 400 Volt-Schnellladefunktionen.
Die Strategie der Linz AG
Bewusstseinsbildung der Bevölkerung, Ausbau der
Infrastruktur, Förderung diverser Mobilitätskonzepte und
Forcierung CO2-freier Antriebe mit erneuerbarem Naturstrom sind
die vier Eckpunkte der e-Mobilitäts-Strategie der Linz AG.
Verfasser: g.b. Fotos g.b.
Bericht vom 05.01.2011