FAHRBERICHT

The return of the Bulli

VW zelebriert in Genf das Comeback eines automobilen Lebensgefühls.

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Schon sein Urahn stand wie kein anderes Auto auf der Welt für das Lebensgefühl der Freiheit: der VW Bus.
1950 debütierte er und mit ihm ein bestechend einfaches Design. Interner Volkswagen Code: T1, Transporter 1. Die Deutschen nannten ihn Bulli, die Amerikaner Microbus. Gefahren wurde er auf allen Kontinenten. Bis heute hat dieser erste aller Vans eine weltumspannende Fan-Gemeinde.

Zurück in die Zukunft
Jetzt interpretiert Volkswagen die kompakte Ur-Form dieser automobilen Legende neu, katapultiert sie in die Zukunft - mit dem Konzeptfahrzeug für eine neue Generation des Bulli. Schon vor zehn Jahren unternahm VW einen ersten Anlauf mit dem Concept Microbus. Zehn Jahre Nachdenken und eine veridable Wirtschaftskrise später gibts den nächsten Anlauf: Kompakter und erschwinglicher als die damalige Studie präsentiert sich der neue Bulli jetzt in Genf. Angetrieben von einem Elektromotor, ausgestattet mit sechs Sitzplätzen und einer Info-/Entertainment-Steuerung via iPad. Die Studie hat das Potential, neben dem Caddy, Touran, Sharan und seinem großen Pendant - dem Multivan - eine neue VW Van-Baureihe zu begründen.

Die Neuauflage des Bulli ist 3,99 Meter lang, 1,75 Meter breit und 1,70 Meter hoch.
Der T1 war etwas länger und höher, dafür schmaler. Mit einem Radstand von 2,62 Metern nutzt der Bulli die geringe Gesamtlänge aber sehr gut aus. Wie einst der Samba-Bus, trägt auch der in Genf präsentierte Bulli eine Zweifarbenlackierung. In Weiß gehalten ist das "V" der, ja Motorhaube. Denn statt des Heckantriebs mit Boxermotor wie beim Samba, besitzt der Bulli einen vor der Vorderachse angeordneten Elektromotor mit Frontantrieb.

Innenraum - Auto und iPad verschmelzen
Wie einst der T1, ist auch der neue Bulli vorn dank des flachen Bodens mit einer durchgängigen Sitzbank ausgestattet. Hinten bietet der Van ebenfalls Platz für Drei. In der Mittelkonsole dient ein herausnehmbares iPad als multifunktionaler Touchscreen. Parallel zu den internetbasierten iPad-Applikationen und der Mediathek lassen sich hiermit Funktionen wie die Bluetooth-Freisprecheinrichtung und das Navigationssystem steuern. Direkt in die iPad-Halterung integriert sind die Bedienelemente der Klimaanlage sowie der zentral angeordnete Warnblinkschalter.

Stichwort Sound:
Ein System des legendären Gitarren- und Verstärker­herstellers Fender (USA) sorgt dafür, dass Musik klingt, als wäre sie live. Jimi Hendrix spielte auf einer Fender Stratocaster 1969 in Woodstock "The Star-Spangled Banner" - die amerikanische Nationalhymne.

Wohnen und Schlafen im Bully
Im Handumdrehen entsteht aus den Sitzen eine Liegefläche Beifahrer- und Mittelplatz (2/3) der vorderen Sitzbank lassen sich klappen; die Rücksitzbank kann komplett umgeklappt werden. Bei umgeklappter Rücksitzbank erhöht sich das Ladevolumen auf bis zu 1.600 Liter. Darüber hinaus - und hier schlägt der neue Bulli ebenfalls eine Brücke zu seinen legendären Ahnen - kann die Sitzanlage mit wenigen Handgriffen in eine großzügige Liegefläche verwandelt werden. Damit wird aus dem kompakten Van ein kompaktes Reisemobil, respektive das ultimative Gefährt für den Wochenendetrip.

Bis zu 300 Kilometer mit einer Batterieladung
Dank modernster Antriebstechnologien ist der in Genf präsentierte Bulli ein sogenanntes Zero-Emission-Vehicle, denn die Studie wird, wie skizziert, elektrisch angetrieben. 85 kW und souveräne 270 Newtonmeter liefert der Elektromotor des Vans. Die Energieversorgung übernimmt eine moderne Lithium-Ionen-Batterie. so soll eine Reichenweite von bis zu 300 Kilometern möglich sein. Man wird sehen. Noch eine Superlative: Wird die Batterie des Bulli an einer speziell für Elektrofahrzeuge ausgelegten "Stromzapfsäule" aufgeladen, ist das in weniger als einer Stunde geschehen. Nochmals: ...Man wird sehen...

VW plant natürlich auch Verbrennungsmotoren.
Natürlich sind alternativ die extrem effizienten Benzin- und Diesel-Direkteinspritzer von Volkswagen Teil des Konzeptes. Und da wird massiv downgesized. Die Motoren sind nur 1,0 bzw. 1,4 Liter groß, dementsprechend sparsam und dank Aufladung dennoch stark genug um den Bully anständig anzutreiben.

Fahrbericht: The return of the Bulli
Verfasser: o.w. Fotos Werk
Bericht vom 01.03.2011
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